Das Gesicht als Seelenspiegel
(nach
Carl Huter)
Psycho-Physiognomie
Die Psycho-Physiognomik
ist im engeren Sinn Körper, Kopf- Gesichts- und
Augenausdruckskunde des Menschen, im erweiterten Sinn
auch das Erkennen aller Erscheinungsformen in der Natur
(Tiere, Pflanzen, Gesteinsformationen). Sie ist der
Schlüssel zur Entdeckung des individuellen
Entwicklungspotenzials.
Jede Form ist
materialisierte Energie. Deshalb kann die mit dem
Intellekt vorgenommene Deutung der Erscheinungsformen
und Zuordnung zu bestimmten Wesensmerkmalen nur zusammen
mit dem gesamten Spektrum unserer Sinne geschehen. Es
ist anzustreben, das sogenannte "fühlende Sehen" zu
entwickeln - ähnlich wie ein Maler sein Auge für die
Form- und Farbenwahrnehmung schult und sensibilisiert.
Die Psycho-Physiognomik
ist eine ganzheitliche Erkennungsmethode der physischen,
psychischen, mentalen und spirituellen Anlagen des
Menschen. Dabei wird dem persönlichen Umfeld, in welchem
eine Person steht, ebensoviel Beachtung geschenkt wie
den Erziehungseinflüssen, die prägenden Einfluss haben.
Carl Huter 1861 – 1912
Begründer der
Psycho-Physiognomik und Kallisophie

Carl Huter wurde am
09.10.1861 in Heinde bei Bad Salzdetfurth geboren.
Er beschäftigte sich
bereits in frühen Jahren mit Psychologie, Philosophie,
Kunst- und Naturwissenschaften, Phrenologie, Musik und
Parapsychologie (1880-1885). Er erhielt eine Ausbildung
als Portraitmaler.
1884 hörte man Carl Huters
ersten Vortrag über Psycho-Physiognomik, in den
folgenden Jahren bis 1912 hielt er an verschiedenen
Orten Vorträge und Schulungen.
Als er 1892 schwer
erkrankte, widmete er sich dem Studium der Heilkunde und
1897 eröffnete er ein Kurbad in Detmold. 1898 erschien
sein Werk "Die neueste Heilwissenschaft".
1899 Entstehung der
Zeitschrift "Hochwart".
1904 bis 1906 schreibt
Carl Huter sein Hauptwerk "Menschenkenntnis durch
Körper-, Lebens-, Seelen- und Gesichtsausdruckskunde".
Am 04.12.1912 stirbt Carl
Huter in Dresden.
|
Formelemente sind Projektionen der Psyche im Gesicht
(Auge, Mund, Ohren, Nase, Stirn, Kinn und Kiefer)
und in der Mimik zu interpretieren. Carl Huter hat
dieses Wissen in ein Lehr- und Lernsystem
zusammengefasst.
-
Die
Nase, die physiognomische Erklärung für den Willen
zur Selbstverwirklichung
-
Die
Stirn zeigt die Art des Denkens an
-
Der
Unterkiefer steht für Durchsetzung und körperliche
Einsatzbereitschaft
-
Die
Hände vermitteln die Handlungsweise
-
Die
Augen spiegeln die Seele wider
-
Die
Schädelausformung zeigt woher die Motivation kommt
-
Der
Mund als Hinweis auf die Psycho-Somatik / zeigt
die Gefühlswelt an
-
Das
Kinn, Impulskraft und Selbstwertgefühl
-
Die
Ohren, die Tiefenschichten unseres Wesens /
das seelische Bedürfnis
-
Der
Hinterkopf und die unbewussten Antriebe vom
Familientrieb bis zum Selbstwertgefühl
|

Psyche ist die Seele,
Physis der Körper und Gnomon der Kenner
Ab dem 16. Jahrhundert bis
zum heutigen Tage haben sich etliche Persönlichkeiten
ausgiebig mit der Psycho-Physiognomik beschäftigt.
Die persönliche
Ausstrahlung bedeutet mehr als antrainierte Gestik oder
Stimmbildung.
Es handelt sich hier um
das Wissen von Körper-, Kopf- und Gesichtsausdruck.
Der Mensch drückt sich via
Mimik und Gestik aus, seine Gesamtpersönlichkeit zeigt
sich im Körperbau und in den Gesichtszügen.
Die Methode, Menschen
wertfrei zu betrachten und die Persönlichkeit, Charakter
und Wesensarten am Gesicht abzulesen liegt ein Grundsatz
zugrunde: "Der Geist formt die Materie!" Unsere
Charaktereigenschaften manifestieren sich ablesbar an
unserem Gesicht und unserer Körperstruktur.
Mit Sicherheit haben Sie
auch schon die Erfahrung gemacht, wie unterschiedlich
die Begegnung mit Bekannten sein kann, die man 15 Jahre
nicht gesehen hat. Der eine hat sich gar nicht verändert
und an anderen hätten Sie fast nicht mehr erkannt. Je
nach Veränderung der Persönlichkeit hat sich auch das
Erscheinungsbild verändert.
Der Glanz in unseren
Augen, die Mundwinkel nach oben oder unten gekehrt, die
eingeschriebenen Falten und andere Zeichen verraten wie
wir lieben und streiten, träumen und trauern. Alles wird
eingeschrieben in unser Antlitz.
Mimik und Übereinstimmung,
wie z.B. leuchtende Augen und ein lächelnder Mund aber
auch Widersprüchliches, wie z.B. die verbale Äußerung
"Es geht mir gut" und dabei wird der Mund zusammen
gekniffen und die Mundwinkel nach unten gezogen.
Wir verstehen die
nonverbalen Gefühlsmitteilungen unserer Mitmenschen,
doch sollten wir lernen noch genauer hin zu schauen.
"Was sagt meine Nase aus?"
Die einzige Antwort auf diese Frage lautet: "Viel, aber
als Nase alleine nichts Konkretes", da es nachweislich
keinen Menschen gibt, dessen Kopf nur aus einer Nase
besteht.
Kein Mensch gleicht dem
anderen, auch Zwillinge sind verschieden, selbst die
beiden Gesichtshälften desselben Menschen unterscheiden
sich. Die Physiognomik macht uns darauf aufmerksam,
unsere Mitmenschen genauer zu betrachten. Dies können
wir selbst in dem wir in den Spiegel sehen, ebenso
Verwandte, Bekannte sowie Ratsuchende bieten sich dem
physiognomischen Auge an.
Ich möchte Sie in der
physiognomische Beratung bezüglich Ihrer Fähigkeiten und
Schwächen aufklären und somit neue Perspektiven für die
Gestaltung Ihres weiteren Lebensweges aufzeigen.

Das Gesicht als Spiegel
der Gefühle
-
Je häufiger und länger
sich Gefühle im Gesicht ausdrücken, desto sicherer
kann auf einen dazugehörigen Persönlichkeitszug
geschlossen werden.
-
Die Intensität des
jeweils gelebten Gefühls entspricht nicht immer der
Intensität der Mimik. Hierbei müssen kulturelle
Unterschiede berücksichtigt werden. Um mit einem
Klischee zu sprechen: Ein verliebter Engländer
kaschiert seine Gefühle eher, ein verliebter Italiener
lebt sie mit Genuss aus.
-
Starke Gefühle sind
bedeutend schwerer zu unterdrücken als schwache.
Dadurch, dass wir sie verbergen, erreichen wir jedoch
oft das Gegenteil: Dem Gegenüber ist zumeist nicht
klar, in welchem emotionalen Zustand wir uns befinden.
Zudem wirken wir auch nicht gerade einladend: Wir
scheinen unausgeglichen, aufgedreht oder vollkommen
entrückt.
-
Sehr schwache Gefühle
sind oft leicht festzustellen, weil wir glauben, sie
würden sich nicht zeigen. Deshalb versuchen wir gar
nicht, sie zu unterdrücken.
-
Stimmung und
Persönlichkeitsstruktur erschweren es, Gefühle
vorzutäuschen. Es fällt z.B. einem vorwiegend heiteren
Menschen schwerer, Traurigkeit zu spielen als einem
oft traurigen Menschen, auch wenn er im Augenblick
fröhlich ist.
-
Jede seelische Regung
will sich in einer körperlichen Bewegung, vor allem im
Gesicht, ausdrücken. So prägen nach und nach
vorherrschende Gefühle, Stimmungen und Charakterzüge
die Gesichtsmuskulatur (und in gewissem Grade auch die
Körperhaltung).
-
Vorherrschende
Stimmungen werden durch eine gewisse charakterliche
Disposition gefördert: Wer eine Führungsposition
ausübt, muss schon als „Anfänger“ gerne Weisungen
erteilen.
Durch diese fundierte Form
der Menschenkenntnis gewinnen Sie an Selbsterkenntnis,
Verständnis für den Mitmenschen, Stärkung der
Kommunikationsfähigkeit und größere Weitsicht in
Alltagsfragen.